LED-Normlicht

Warum GTI vorerst noch keine Produkte mit LED-Leuchtmitteln anbietet.

LED-Normlicht ist vielleicht die Zukunft... aber nicht die Gegenwart!

Wir bei GTI sind in letzter Zeit oft gefragt worden, ob wir auch ein Gerät mit LED-Leuchtmitteln im Programm haben. Daher haben wir uns entschieden, dazu Stellung zu nehmen.

 

LEDs sind noch nicht soweit
Ja, auch wir haben ausführliche Tests mit LED-Leuchten gemacht, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass mit der heutigen LED-Technologie noch keine perfekte D50 oder D65 spektrale Energieverteilung erreicht werden kann! Den LED-typischen Verlauf können wir zwar schon beeinflussen, aber das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend!  

 

Normlicht-Standards sind schwer zu erfüllen - auch mit LEDs
Seit vielen Jahren versuchen wir, die D50/D65-Kurve in unseren Leuchtstoffröhren so gut wie möglich den Standards entsprechend zu erfüllen. Dass das mit Leuchtstoffröhren nur schwer möglich ist, das ist in der Branche kein Geheimnis: Kein Hersteller von Normlicht-Produkten hat es bis heute geschafft, die Anforderungen der idealen D50-Kurve perfekt zu erfüllen.
Auch sind durch unterschiedliche spektrale Verteilungen die Farbwiedergaben unterschiedlich, auch wenn z.B. die Koordinaten im Farbraum fast identisch sind! Das heißt, wir haben bereits eine Reihe von Problemen mit den bestehenden Normlicht-Produkten - und LED-Geräte sind nicht besser, nur anders. Warum also ein weiteres Problem hinzufügen?


Sorgen Sie für Kontinuität!
Wir bei GTI entwickeln und produzieren seit über 30 Jahren Normlicht-Produkte für alle Anwendungen. Uns ist es wichtig, dass der Mitarbeiter in der Vorstufe das Gleiche sieht wie der Drucker an der Maschine. Da LEDs aus wirtschaftlichen Gründen nicht in große Farbprüfleuchten eingebaut werden können, würde die gleichmäßige Kette der Farbbetrachtung durch eine LED-Einheit unterbrochen. Das ergibt in unseren Augen keinen Sinn.

 


LEDs: Unterm Strich unwirtschaftlich!

 

Argumente:

  • LEDs sind im Stromverbrauch wirtschaftlich, und sie erfordern nicht mehr den lästigen Röhrenwechsel alle 2.500 Stunden! Nun, in den 20.000 Stunden, die LEDs ohne Probleme brennen sollten, müssen Sie acht Mal die Leuchtstoffröhren wechseln. Kosten in Höhe von € 576,- entstehen durch den Leuchtmittelwechsel, verteilt über 6 – 8 Jahre.
  • Der Energieverbrauch der LEDs ist geringer als der von Leuchtstoffröhren. Leider liegen mir keine zuverlässigen Daten vor, um den Stromverbrauch eines LED-Geräts zu beurteilen. Die Leuchtstoffröhren verbrauchen in der Zeit von 20.000 Stunden elektrische Energie für ca. 38,- Euro.


    ABER:
  • Die Kosten, um ein konventionelles Gerät 20.000 Stunden zu betreiben belaufen sich auf ca. € 614,- Euro, die Mehrkosten für die Beschaffung eines LED-Geräts liegen jedoch bei ca.  2.000,-! Das rechnet sich derzeit nicht.
  • Nach 20.000 Stunden muss das LED-Gerät zur Überarbeitung in die Fabrik geschafft werden, über die Kosten können wir nur spekulieren. Bei unseren Normlicht-Geräten wechseln Sie einfach die Röhren – damit ist es für weitere 2.500 Stunden betriebsbereit!
  • Durch die LED-Technologie wird die Aufwärmphase der Leuchtstoffröhren nicht verkürzt oder gar abgeschafft! Auch LEDs müssen ca. 20 Minuten an sein, bis sie die ideale Betriebstemperatur erreicht haben.
  • Auch LEDs erzeugen Hitze, die aus dem Gehäuse geblasen werden muss. Leuchtstoffröhren im Zusammenhang mit modernen, elektronischen Vorschaltgeräten laufen hingegen ohne große Wärmeentwicklung!

 

Wechsel der Technologie - wozu?

Leuchtstoffröhren haben über Jahrzehnte bewiesen, dass mit Ihnen eine gute Farbabstimmung möglich ist. Sie sind in bis zu sechs verschiedenen Längen verfügbar und werden weltweit eingesetzt. Wenn wir einen Wechsel der bewährten Technologie anstreben, dann nur, weil wir etwas besseres anbieten können – LEDs sind nach dem momentanen Stand der Technik nur anders, jedoch keinesfalls besser!

 

Verschiedene Lichtsituationen mit LED nicht simulierbar
Das Anwählen von verschiedenen Lichtarten bzw. Einflussnehmen auf die spektrale Energieverteilung einer Lichtquelle scheinen interessante Argumente zu sein. Wir haben in der Druckindustrie einen internationalen Standard  ISO 3664. Dieser Standard schreibt D50-Licht vor. Jede andere Lichtart kann bei der Abstimmung nur zu Komplikationen führen!


In andern Industrien sind verschiedene Lichtarten Standard. Als genormte Tageslichtquelle wird D65 benutzt. Weitere Lichtarten wie Hauslicht (A), Kaufhauslicht (TL84/CWF oder TL83) lassen sich durch LEDs derzeit nicht simulieren! Warum also eine aufwendige, neue und teurere Technologie, die die vorgeschriebenen Standards nicht erfüllen kann?